Review 

War das eine Freude!
Der Schlössle Saal war so gut wie ausverkauft und es war sicherlich auch ein Zeichen hinsichtlich der Anfang März erfolgreich durchgeführten Neuwahlen und auch der neuen Gesichter im Funktionsteam des Vereins.
Die Dixieland- Formation aus Stuttgart präsentierte die erwartete, breite Palette der Dixieland- Standards. Joachim Berkemeier mit seiner „brandneuen“ Trompete war der dominante, treibende Part in der Frontline, wusste zu gefallen und brachte immer wieder neben den bekannten Oldtime- Sequenzen rasche, perlende Tonfolgen, die durchaus auch moderneren Jazzstilen zugerechnet werden können Das ergab einen interessanten, teilweise ungewohnten Spannungsbogen zu den beiden anderen Oldtime - Frontlinern Wilfried Schmidt( cl, sax) und Hans Storz an der Posaune.

Hans-Joachim Hepting, Bandleader am Banjo und Gitarre, eigentlich ein Exponent der Backline, zeigte sich überraschend in vorderster Linie. Für eine kompakt swingende Rhythmusgruppe hätte ich ihn mir in unmittelbarem Kontakt mit der den Rhythmus tragenden Standard- Backline mit Bernd Menne am Schlagzeug und Hans- Joachim Weiß am Bass gewünscht, der mit seinen technischen Fähigkeiten am Kontrabass Eindruck machte.
Es ist kein Geheimnis, dass der Oldtime Jazz von den musikalischen Standards lebt, aber stets mit immer wieder neuen Improvisationen einzelner oder mehrerer Musiker neue Klangerlebnisse liefert.
Tunes wie My bucket`s got a hole in it, I can`t dance, Summerset, Rebecca, Jive at five, St James Infirmary, Flat foot floogie, New Orleans, Skokian ( Armstrong läßt grüßen), Leona’s Boogie, um nur einige zu nennen, versetzten die Zuhörerschaft in die rauchigen, einfachen Spelunken in New Orleans.
Mit einer launigen, witzigen auf den Zuhörerkreis abgestimmten Konference, sorgte Bernd Menne für die lockere, familiäre und verständnisvolle Atmosphäre im Schlösslesaal.
Es war eine lockere musikalische Einstimmung auf das Wochenende.
HC
 

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